Als ich meinen Cosplay Blaster mit Spezialeffekten ausstatten wollte, war mir schnell klar, dass auch Rauch dazu gehören müsste. Der bei der Tentakelsuppe eingesetzte Ultraschall-Verdampfer war dafür nicht ideal und so habe ich am Ende die Technik einer E-Zigarette verwendet.
Die grundsätzliche Idee, eine E-Zigarette in eine Nebelmaschine umzubauen, ist nicht von mir. Mich hat Artymuscrafts inspiriert, als er 2024 auf der HeroesXP seine Version dieser Idee in einem Workshop vorgestellt hat. Ich habe sie nur für mich angepasst und z.B. das feste Verlöten des Coils aufgehoben und durch eine Steckverbindung ersetzt. Außerdem sparen die von mir verwendeten Vaporesso Aufsätze Platz und lassen sich bei Defekt leicht ersetzen.
Nach etwas Herumprobieren funktionierte ein erster Testaufbauf direkt ganz gut. Der Dampf ist dicht und die Menge reicht für meine Zwecke völlig aus:
Bauteile
Coil von Vaporesso - gibt es in verschiedenen Widerständen, ich habe den 1.2 Ohm genommen.
3 Volt Pumpe - da hier kein Mensch an dem Mundstück saugen kann, muss die Pumpe den Dampf durch Reinpusten erzeugen.
18650 3.7V Akku - um die Pumpe und Vape Coil zu versorgen.
2 Stück 5x10mm Stabmagnete - halten den Coil im Adapter.
2 Stück Pogo-Pins - für die elektrische Verbindung zwischen Coil und Adapter.
Transportables Akku-USB-Ladegerät - um den Akku unterwegs aufzuladen.
Nebelflüssigkeit: Hier verwende ich die Basis, die für E-Zigaretten gedacht ist. Sie besteht aus Propylenglykol und pflanzlichem Glycerin im Verhältnis 20:80. Dieses Mischungsverhältnis sorgt für einen guten Dampf und eine angenehme Konsistenz.
Schlauch und pneumatischer Adapter - der Adapter ist reiner Komfort, damit man den Schlauch bei Bedarf auch wieder abnehmen kann. Alternativ kann man den Schlauch auch fest am Adapter festkleben.
Aufbau
Der Vape-Coil wird in den 3D gedruckten Adapter eingesetzt. Im Adapter sind 2 Stab-Magnete verbaut, die den Coil in Zusammenarbeit mit seinen eigenen, verbauten Magneten festhalten. Die Pogo-Pins haben eine Federmechanik, die dafür sorgt, dass der Coil immer in Kontakt mit der elektrischen Verbindung bleibt.
Verbindet man die 3.7 Volt Batterie mit Pumpe und Coil, entsteht Dampf, der durch das Mundstück ausgestoßen wird.
Für die Maker Faire 2025 in Hannover habe ich einen kleinen Demonstrationsaufbau erstellt, um die Funktionsweise der Mini Nebelmaschine zu zeigen. Der Aufbau besteht aus einer gelaserten Platte und den notwendigen Komponenten der Nebelmaschine:
Den Zusammenbau des Boards könnt ihr hier in Zeitraffer anschauen:
3D-Druck Dateien
Die von mir erstellten 3D-Druck Dateien könnt ihr hier herunterladen. Es gibt dabei zwei Versionen des Unterteils: Einmal für Zuführung des Schlauches von unten und einmal für die Zuführung von der Seite. Das Ober- und Unterteil werden zur Montage aufeinander geklebt.